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Erleben wir eine neue Ausprägung von Globalisierung?
 

Diese und andere wichtige Fragen stellte das globalisierungskritische Netzwerk Attac auf seiner 11. Sommerakademie vom 24. - 28. Juli 2013 in Hamburg – Bergedorf.
Zwei Mitglieder der BBL nahmen an der 4-tägigen Veranstaltung teil und konnten zu verschiedenen Themen sehr interessante Workshops, Foren und Veranstaltungen besuchen.
Die Macht der Märkte und die Ungleichverteilung nehmen immer weiter zu. Unter Maßgabe der Schuldensenkung werden zunehmend öffentliche Güter versilbert und Sozialsysteme in ganz Europa geschliffen. Mit bilateralen Verträgen sichern sich die reichsten Länder den Zugriff auf Rohstoffe auf dem ganzen Erdball. Schulen, Universitäten und die Arbeitswelt werden immer stärker nach wirtschaftlichen Bedürfnissen ausgerichtet. Doch seit kurzem gibt es auch andere Tendenzen: Obwohl sie jahrelang auf den freien Markt schworen, retten und verstaatlichen nun Regierungen auf einmal Banken. Daneben verweisen viele Politiker/Innen heute in ihren Reden auf eine „verantwortungsvolle“ Globalisierung. Was hat das zu bedeuten? Schon seit Jahrzehnten schlagen eine Reihe alternativer Wirtschaftsansätze Verbesserungsvorschläge vor und bieten somit einen Ausweg in die Zukunft: Es gibt Überlegungen zu Wohlstand ohne Wachstum; andere Ansätze rücken eine gemeinwohlbasierte Wirtschaft in den Mittelpunkt und wieder andere versuchen, Wirtschaftskreisläufe wieder regionaler zu gestalten. Welche Auswege und Alternativen haben wir? Die Sommerakademie bot den interessierten Teilnehmern intensive Gespräche, spannende Begegnungen, informative Vorträge und Workshops u.v.m. siehe genaue Programmübersicht unter: www.attac.de

 
BBL auf dem Kongress „Umverteilen.Macht.Gerechtigkeit“
 

Im Mai fand in Berlin der Kongress „Umverteilen.Macht.Gerechtigkeit“ statt, an dem auch Attac als Veranstalter führend beteiligt war . Drei Mitglieder der BBL nahmen am Kongress teil, informierten sich und diskutierten in verschiedenen Foren und Veranstaltungen mit namhaften internationalen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen und vielen Interessierten über die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation sowie Möglichkeiten der Veränderung hin zu mehr Gerechtigkeit. Auffallend war die Lebendigkeit der Auseinandersetzung und das breite Bündnis unterschiedlichster Organisationen, die am Kongress beteiligt waren.
Am Ende des Kongresses stand ein Appell für eine gerechtere Vermögensverteilung einen politischen und sozialen Kurswechsel in Europa.
"Ein Europa, in dem die Menschen ihre Existenzgrundlage gefährdet sehen, wird zwangsläufig scheitern. Doch Europa hat alle Ressourcen, Kraft und materiellen Reichtum, um für eine Zukunft in Wohlstand für alle zu sorgen", heißt es in der Abschlusserklärung.
Zur Durchsetzung einer Politik für mehr Gerechtigkeit setzte dieser Kongress ein Signal. Gewerkschaften, Sozialverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen wie Attac hatten sich zusammengefunden, um gemeinsam die Verantwortlichen an der sozialen Misere in Deutschland und Europa zur Veränderung aufzufordern.
Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di ) forderte "Wir brauchen eine fairere Verteilung in Deutschland und Europa. Wenn die Besitzer großer Vermögen und reiche Erben, die in der Finanzkrise um den Preis hunderter Milliarden Euro Schulden von den Steuerzahlern vor Vermögensschäden bewahrt wurden, stärker herangezogen werden, ist dies ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit",
Nach Überzeugung der Mitwirkenden des dreitägigen Kongresses an der Technischen Universität in Berlin gehören dazu existenzsichernde Einkommen und gute Arbeit für alle, eine verlässliche soziale Infrastruktur zur Sicherung der Daseinsvorsorge sowie ein europaweites Programm für sozial-ökologischen Umbau statt der aktuell praktizierten zerstörerischen Kürzungspolitik. Zudem ist es nötig, den Reichtum aus der Tabuzone zu holen und Vermögen umzuverteilen, Steuerdumping, Steuerflucht und -hinterziehung zu bekämpfen, die Finanzmärkte zu regulieren und die Europäische Union demokratischer zu gestalten.
Es sollte Schluss damit sein, die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise in eine Staatsschuldenkrise umzudeuten und mit einer einseitigen Kürzungspolitik zu Lasten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Erwerbslosen, Rentnerinnen und Rentnern in Europa die Krise noch zu vertiefen, statt sie zu bekämpfen. Um die Krise zu überwinden, muss der anhaltende Prozess der Umverteilung "von unten nach oben" umgekehrt werden. Besser ist es noch, von eine „Rückverteilung“ zu sprechen. Nur so ist ein friedliches, soziales, geschlechtergerechtes und ökologisch nachhaltigeres Miteinander möglich.
Der Kongress wurde getragen von Attac, Verdi, der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, dem Paritätischer Gesamtverband, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, Weed, der Initiative Appell Vermögender für eine Vermögensabgabe, GPA-djp (Österreich), der Arbeiterkammer Österreich, Unia (Schweiz), Denknetz (Schweiz), dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund SGB, der Hans-Böckler-Stiftung sowie Medico International.

 
BBL besucht vor Ort eine Einrichtung des "Bielefelder Modells"
 

Da wir, die Mitglieder der BBL, uns der Aufgabe stellen, nach neuen, alternativen Konzepten für das Wohnen im Alter zu suchen, bot sich am 17.05.2013 eine Besichtigung der BGW Bielefeld (Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH) an. Das Konzept dieses Trägers ist als "Bielefelder Modell" bekannt.

Dort geht es darum, alten Menschen selbstbestimmtes Wohnen zu ermöglichen, dabei Versorgungssicherheit zu garantieren ohne dass eine Betreuungspauschale anfällt, wie z.B. im Altenheim.. In der BGW stehen älteren Menschen und Menschen mit erhöhtem Hilfebedarf komfortable, moderne Wohnungen zur Verfügung. Die Kooperationspartner wie z.B. Caritas, AWO, Diakonie etc.. sind in den Häusern mit einem Servicestützpunkt vertreten, der rund um die Uhr besetzt ist. So kann jeder Mieter auf die Hilfs- und Betreuungsangebote zurückgreifen, die aber nur im Bedarfsfall vergütet werden. D.h., die Bewohnerinnen und Bewohner sind nicht verpflichtet, die Angebote des Kooperationspartners in Anspruch zu nehmen, und haben absolute Wahlfreiheit bei der Auswahl des Pflegedienstes.

Herr Klingelberg, Sozialmanager der BGW gab in einer Präsentation einen kurzen Einblick in die Arbeit und Aufstellung der BGW . Kompetent, engagiert und zuvorklommend ging er auf alle Fragen eingehend ein. Nach einer Präsentation konnte das Projekt "Carlmeyerstraße" , besichtigt werden, eine Anlaufstelle für Jung- und Alt, in der gemeinsam gekocht, gegessen, gespielt und Zeit miteinander verbracht wird. Kooperationspartner ist hier der Verein Alt und Jung, dessen Mitarbeiter bereits seit 1978 im Bereich Ambulante Hilfen und in der Gemeinwesenarbeit in überschaubaren Wohnquartieren tätig sind. Die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins bieten fördernde Hilfen nach Wunsch und Bedarf für Menschen, die in ihrem Leben Unterstützungsbedarf haben. Geboten wird eine 24 Std- Präsenz, so dass zu jeder Zeit ein Ansprechpartner vor Ort ist.. Gern genutzt wird hier z.B. das Wohncafé, das von Nachbarn und Bürgern ganz nach dem Prinzip „von Nachbarn für Nachbarn“ selbst organisiert wird. Wir durften Bewohnern beim Vorbereiten des Essens über die Schulter schauen und feststellen, dass diese einen sehr entspannten und glücklichen Eindruck machten. Unterstützt werden sie durch viele fleißige Ehrenämtler, u.a. Schülern, Studenten aber auch selbst schon in die Jahre gekommenen Menschen, die im Alter noch eine Aufgabe suchen.

Der Verein Alt und Jung Süd-West e.V. ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfartsverband (DPWV), Vertragspartner der Kranken- und Pflegekassen sowie der Sozialhilfeträger. Vereinsmitglieder sind hier Pflegefachkräfte und Fachkräfte aus den Bereichen Sozialarbeit, Pädagogik, Verwaltung, Handwerk und Hauswirtschaft. Alle Mitglieder sind selbstständig/freiberuflich und arbeiten in der Non-Profit-Organisation.

Alles in Allem war unser Eindruck des Bielefelder Modells sehr positiv und so kann man sich nur wünschen, dass es in Zukunft noch viele weitere Projekte dieser Art gibt.. denn es zeigt, dass man auch in Würde in seinen eigenen 4 Wänden altern kann, ortsnahe Hilfe im Bedarfsfall vorhanden ist und man trotzdem sicher und gut versorgt ist.

Es ist eine wirkliche Alternative zum Wohnen im Altenheim und auch für Brilon eine prüfenswerte Alternative.

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